Salzwasserfische

 

Dornhai / Squalus acanthias
Der Dornhai ist unsere häufigste Haiart und tritt teilweise in großen Schwärmen auf. An den vorderen Ansätzen der beiden Rückenflossen befindet sich je ein langer Stachel. Das darin enthaltene Gift kann bei Berührung schmerzhafte Wunden verursachen. Diese Art lebt in Tiefen von 10-200 m, wurde aber auch schon bis in 960 m angetroffen. Norwegische Markierungen haben bewiesen, dass der Dornhai im Herbst in die Gewässer vor den Shetland- und Orkney-Inseln zieht und zu Beginn des Frühjahrs an die norwegische Küste zurückkehrt. Für den Dornhai besteht eine Mindestmaßregel von 70 cm. Wirtschaftliche Bedeutung: Früher wurde der Dornhai wegen seiner Leber gefangen. In den letzten Jahren erlangte er eine immer größere Bedeutung als Speisefisch. Der Dornhai schmeckt geräuchert und fritiert gut.
Saison: ganzjährig.
Größe: bis 120 cm.

 

 

Dorsch! Gadus morhua L
Der Dorsch ist einer unserer am häufigsten vorkommenden Salzwasserfische. Wir unterscheiden zwischen zwei verschiedenen Haupttypen des Dorsches: der wandernde ozeanische Dorsch und der stationäre Küstendorsch. Letzterer ist ein ausgeprägter Grundfisch, während der umherziehende Dorsch sich mehr pelagisch verhält und ausgedehnte Wanderungen unternimmt. Von unseren Dorschstämmen ist dernorwegisch-arktische der wichtigste. Den größten Teil seines Lebens verbringt dieser in der Barentsee, jedoch wandert er als noch nicht geschlechtsreifer Kabeljau umher.
Wirtschaftliche Bedeutung: Der Dorsch zählt zu unseren besten Speisefischen.
Saison: Norwegisch-arktischer
Dorsch (Kabeljau): Januar-April.
Loddedorsch (Frühjahrsdorsch): April-Juni. Küstendorsch:
ganzjährig. Größe: bis 150 cm.

 

Heilhutt / Hippoglossus hippoglossus
Der Heilbutt ist der größte aller Plattfischarten, mit einer grauen Augenseite und einer weißen Blindseite. Die Jungtiere halten sich an der Küste und in relativ flachem Wasser auf, während große Exemplare normalerweise in 300-2.000 m Tiefe zu finden sind. Gelaicht wird in 300-700 m liefe in tiefen Mulden auf den Meeresbänken entlang der Küste oder in den Fjorden. Der Heilbutt ist eine Fischart, die empfindlich auf die Befischung reagiert. Er ist standorttreu, wächst langsam und wird erst spät geschlechtsreif. Neben Mindestmaß und Begrenzung der Maschenweite besteht vom 20. Dezember bis zum 31. März ein Verbot der Verwendung von Netz, Schleppnetz, Bodenschleppnetz und anderen netzartigen Fanggeräten.
Saison: April-Dezember.
Größe: Bis 3 m.Gewicht: Bis 300 kg.

 

 

Hering! Clupea harengus
Der sogenannte atlanto-skandinavische Hering hat drei verschiedene Stämme: den norwegischen frühjahrlaichenden Hering, den isländischen frühjahrlaichenden Hering und den isländischen sommerlaichenden Hering. In Nordsee und Skagerrak gibt es eigene Herings-Bestände, die Grundlage einer bedeutenden Fischerei sind. Der norwegische frühjahrlaichende Hering hat seinen Hauptlebensraum vor Nordnorwegen und in der Barentssee. Der Hering laicht entlang der gesamten norwegischen Küste, der wichtigste Laichplatz befindet sich jedoch vor dem nördlichen Vestlandet.
Wirtschaftliche Bedeutung: Der Hering ist ein guter Speisefisch, der frisch, geräuchert, als Matjeshering, in Marinade usw. gegessen wird.
Winterhering 2-6 St./kg, Januar-März;
Fetthering, 3—6 St./kg, Juli-Dezember;
Fjordhering, 3-20 St./kg, August-April,
Nordseehering, 3-7 St./kg, Januar-März.

 

 

Katfisch (Steinbeißer) / Anarhichas sp.
Die charakteristische Kieferpartie dieser Fischart ist auf natürliche Weise an den Speisezettel des Katfischs (auch: Seewolf oder Steinbeißer) angepaßt— Seeigel, Muscheln, Schnecken und Krebse. Der Gestreifte Kattisch (Anarhichus lupus) hält sich hauptsächlich auf tangbewachsenem Steinboden, in der Laichzeit bis in flache gewässer auf. Laichzeit sind die Monate Novenber-Februar.Der gefleckte Katfisch ist mehr in arktischen Zonen beheimatet Der Kattisch schmeckt ausgezeichnet Saison:
ganzjährig. Größe: bis 125 cm.

 

 

Köhler! Pollachius virens
Der Köhler (auch: Seelachs) lebt sowohl pelagisch als auch am Meeresgrund in 0-300 m Tiefe. Als Schwarmfisch bildet er bei guten Nahrungsbedingungen große Schwärme. Kleinere Köhler tauchen im Sommer vor Sorlandet und Vestlandet, später im August an der Küste Finnmarks auf. Der Köhler unternimmt von seinen Nahrungs- und Aufwuchsgebieten lange Wanderungen zu den Laichplätzen.
Saison: ganzjährig.
Größe: bis 120 cm.

 

 

Lachs! Salmo Salar
Der Lachs ist eine anadorme Fischart, d.h. er laicht in Süßwasser und verbringt die meiste Zeit seines Lebens im Salzwasser. Die Laichzeit ist im Herbst. Die Eier liegen bis zur Brutzeit im April/Mai im Flußkies vergraben. Nach zwei-fünf Jahren im Fluß machen die jungen Lachse eine Veränderung durch, die ihnen das Leben im Salzwasser ermöglicht. Sind sie groß genug, verlassen die Junglachse den Fluß und wandern ins Meer. Dort unternehmen die Lachse auf ihrer Nahrungssuche lange Wanderungen und wachsen weiter. Nach zwei-vier Jahren werden sie geschlechtsreif und beginnen die Laichwanderung zurück zu ihrem Fluß, in dem sie geboren wurden. Das Fischen des Wildlachses wird heute hauptsächlich von Sportfischern betrieben.
Saison: Die Saison wird durch Schonzeitregelungen eingeschränkt.
Größe: bis 150 cm.
gewicht: bis 35 kg.

 

 

Leng / Molva molva
Der Fisch erhielt seinen Namen, da er wie eine Kreuzung aus Dorsch und Conger aussieht Er ist ein ausgeprägter Tiefseef isch, der in 600-1.000 m Tiefe lebt. Nur Jungfische halten sich in der Regel in flacheren Gewässern bis 100 m auf. In Norwegen ist der Leng am häufigsten zwischen Stad und Vesteralen zu finden. Jungfische stehen in tiefen, küstennahen Bereichen. Wirtschaftliche Bedeutung: Der Leng gilt als schmackhafter Speisefisch mit etwas grobem Fleisch.
Saison: ganzjährig. Größe: bis 180 cm.

 

 

Brosme / Brosme brosme
Der Brosme (auch: Lumb) erinnert mit seiner Körperform an die Lengfischarten, ist jedoch rundlicher und besitzt zudem nur eine durchgehende Rückenflosse. In Norwegen ist der Brosme für gewöhnlich in tiefen Fjorden des Vestlands und entlang des Kontinentalsockels (Festlandsockel) in 50-1.000 m, am häufigsten in 200-500 m Tiefe anzutreffen. Wirtschaftliche Bedeutung: Das Fleisch ist fest und weiß und erinnert im Geschmack an Hummer. Saison: ganzjährig.
Größe: bis 1,10 m. Gewicht: bis 15 kg.

 

 

Makrele / Scomber scombrus
Die Makrele ist ein pelagisch (im Freiwasser) lebender, schnell schwimmender Fisch, der im Sommer und bis in den Herbst hinein in großen Schwärmen entlang der Küste und im Skagerrak, in der Nordsee und im südlichen Nordmeer auftritt. Die hier gefangenen Fische gehören im großen und ganzen zum westlichen Bestand. Gegen Jahresende wandern die geschlechtsreifen Tiere des Bestandes aus der Nordsee zu den Laichplätzen westlich und südwestlich von Irland, wo sie Anfang März laichen. Die Makrele wird hauptsächlich im Sommer befischt
Saison: April-November.
Größe: bis 40 cm, selten bis 66 cm.

 

 

Pollack / Pollachius pollachius
Vom Köhler unterscheidet sich der Pollack durch seinen ausgeprägteren Unterkiefer. Darüber hinaus hat er eine dunkle und gebogene Seitenlinie, während sie beim Köhler hell und fast gerade ist Diese Fischart lebt pelagisch bis in 200 m Tiefe. Die Größe der Pollackbestände entlang der norwegischen Süd- und Westküste ist unterschiedlich. Der PoUack wandert als wärmeliebende Art im Winter in tiefere Gewässer. Wirtschaftliche Bedeutung: Der Pollack gilt mit seinem etwas trockenen Fleisch als guter Speisefisch. Saison: ganzjährig.
Größe: bis 130 cm (oft aber kleiner).

 

 

Rotbarsch / Sebastes sp.
Es gibt zwei Arten Rotbarsche: der gewöhnliche Rotbarsch (Sebastus marinus) und der Schnabelrotbarsch (Sebastus mentella). In norwegischen Gewässern sind beide Arten verbreitet. Er hält sich entlang des Kontinentalsockels in 100-500 m, teils sogar bis in 900 m liefe auf. Im Nordmeer und im nördlichen Eismeer lebt der Rotbarsch pelagisch in großen Schwärmen und unternimmt im Sommer Wanderungen. Wirtschaftliche Bedeutung: Der Rotbarsch zählt zu den guten Speisefischen. Das Fleisch ist fettreich und hält sich lange frisch, schmeckt jedoch gesalzen am besten.
Saison: ganzjährig.
Größe: bis zu 1 m, Gewicht bis 15 kg.

 

 

Schellfisch / Melanogrammus aeglefinus
Der Schellfisch hält sich als Grundfisch in ca. 40-300 m Tiefe auf. Die Jungfische in der Barentssee sind relativ standorttreu, größere Fische unternehmen jedoch lange Wanderungen, u.a. eine Laichwanderung hinunter zu den nordnorwegischen Küsten und zurück in die Barentssee. Der Schellfisch ist einer unserer Speisefische und wird vor allem in küstennahen Gewässern das ganze Jahr über gefangen. Im Sommer wird an der Küste der östlichen Finnmark mit einer speziellen Schwimmleine und vor MereTrondelag mit Langleine/Netz nach Schellfisch gefischt.
Saison: ganzjährig. Größe: bis 80 cm, selten bis 110 cm.

 

 

Scholle! Pleuronectes platessa
Die Scholle ist ein rechtsseitiger Plattfisch, der an seiner braunen, glatten Augenseite mit den vielen rötlichen Flecken zu erkennen ist. Der Lebensraum der in der Nordsee zahlreich vertretenen Fischart reicht von der Ebbelinie bis in 250 m Tiefe. Seit 1980 besteht für Schollen eine Mindestmaßregelung, während die Schonzeitvorschriften jetzt aufgehoben wurden. Für das Skagerrak gilt ein Mindestmaß von 27 cm, für andere Gebiete 29 cm. Wirtschaftliche Bedeutung: Die Scholle ist ein sehr guter Speisefisch, der auf viele Arten zubereitet werden kann.
Saison: Juli-Dezember.
Größe: 25-40 cm, vereinzelt bis 95 cm.

 

 

Steinbutt! Scopthalmus maximum
Der Steinbutt gehört zur Buttfamilie, besitzt einen flachen Rücken und ist fast kreisrund. Er ist linksseitig und weist auf der dunkelfarbigen Augenseite große knöcherige Verdickungen auf. Der Steinbutt lebt in ganz flachem und in bis zu ca. 80 m tiefem Wasser. Oft gräbt er sich teilweise in den Grund aus Sand, Kies, Steinen oder Schlamm ein. Der Steinbutt ist ein aktiver Raubfisch, der sich als ausgewachsener Fisch hauptsächlich von anderen Fischen ernährt. Wirtschaftliche Bedeutung: Das Steinbuttfleisch ist fetthaltig, weiß und wird von vielen zu den besten Speisefischen gezählt.
Saison: ganzjährig. Größe: bis 1 m.
Normalgröße in norwegischen Gewässern 40-50 cm.

 

 

Aal / Anguilla anguilla
Der Aal laicht im Sargassomeer vor Florida. Später gelangen die Aallarven mit dem Golfstrom über den Atlantik nach Europa. Im Laufe von drei Jahren treiben die Larven nordostwärts über die Aufwuchsgebiete und entwickeln sich zum ca. 7 cm langen durchsichtigen Glasaal, der schließlich Süßwasser aufsucht, wo er nach einer gewissen Zeit seine Farbe ändert und zum Gelbaal wird. Wenn er sich nach ca. zehn Jahren der Geschlechtsreife nähert, ändert er wieder seine Farbe und wird zum Blankaal mit einem glänzenden schwarzen Rücken und einem hellen Bauch. Danach wandert er wieder in Salzwasser und entfernt sich von der Küste.
Saison: Herbst.
Größe: Männchen bis 50 cm, Weibchen bis 150 cm.