Kurzbericht vom Krossfjord - 26.10-04.11.2007

Nach der überaus erfolgreichen Leng-Tour im März des Jahres, folgte kurzentschlossen im Herbst der zweite Trip zum Krossfjord. Diesmal waren Jürgen, Rüdiger und nochmals Heiko und Steffen mit von der Partie. Am 26. Oktober ging es per Fjordline von Hanstholm Richtung Norge. Morgens kurz vor vier legten wir in Haugesund an. Den Zoll konnten wir nicht wie zu den letzten Touren ohne Probleme passieren. Sämtliche von der Fähre fahrende Autos wurden angehalten und befragt, ob es etwas zu verzollen gibt.  Mit Herzklopfen wurde dem Zöllner auf die Frage, „Wie viel Alkohol wir einführen“, geantwortet „2 Liter je Person“. Er hat uns das sicher nicht abgenommen. Trotzdem konnten wir weiterfahren. Zu unserem Glück war die Garage bereits mit einem deutschen Kleinbus gefüllt… Schnell hatten wir die Sachen im Haus verstaut, die Ruten montiert und gefrühstückt.

Gegen 8:30 Uhr ging es los. Jostein transportierte die schweren Gegenstände per Traktor zum Bootshafen. Unten angekommen, war uns klar, dass aufgrund des starken Südwindes direkt in den Fjord hinein ein fischen vom Boot aus nicht möglich ist. Mit langen Gesichtern wurde vom Ufer aus gefischt. Kleinere Dorsche, Schollen, Knurrhähne usw. wurden mit Fischfetzen gefangen. Auch ein kleiner Heilbutt war wieder dabei. Am nächsten Tag konnten wir nicht einmal vom Ufer aus gegen den Wind angeln. Orkanartige Stürme zwangen uns auf der Lee-Seite zu fischen. Durch das in den Fjord drückende Wasser war sogar der Steg überschwemmt. Unfassbar, wieder 2 Ausfalltage, genau wie im März und das am eigentlich sehr geschützt gelegenen Krossfjord. Hier erlebte ich meine einzigen “Ausfalltag“ in Norwegen insgesamt. Gefangen haben wir diesmal viele Lippfische und Klippenbarsche. Jürgen hatte, nachdem seine Rute fast im Wasser verschwand, einen längeren Drill einschließlich Schnurbruch. Vermutlich mit einem besseren Butt…

Am Tag 3 konnten wir dann endlich auf Wasser und es sollte richtig krachen. Innerhalb 3 Stunden konnte ich 3 tolle Lengs landen (1,45m, 1,31m und 1,12m). Am Nachmittag noch 2 schöne Lumben. Auch die Anderen fingen gute Fische und rundeten den super Angeltag ab. Gefischt wurde in 250m-350m tiefem Wasser mit Naturködermontagen und 500g-850g Bleien. Köder waren Makrelen-, Seelachs- und Dorschfilets. Die Fische waren vermutlich durch das aufgewühlte Wasser im Fressrausch und schnappten nach allem was ihnen vors Maul gehalten wurde. Der 1,31er biss sogar auf einen Klippenbarschkopf. Es muss folglich nicht immer Hering oder Makrele sein…

Die nächsten Tage waren zwar nicht mehr so ergiebig wie Tag eins, doch fing jeder der Gruppe seinen Meterfisch u.a. Jürgen: 1,19m, Heiko 1,01m und Rüdiger: 1,20m. Ich testete ab Tag zwei ausgiebig die Naturköderfischerei mit Circlehooks. Sie funktionieren und sind fängig, allerding hatte ich auch viele Fehlbisse darauf und hab mich nicht unbedingt in die Teile verliebt.

 Insgesamt wurden 7 Meterfische und 19 verschiedene Fischarten gefangen. Das Wetter war besch… Lediglich einmal mussten wir unsere Klamotten nicht trocknen. Einen Tag regnete es sogar ununterbrochen und dazu noch die beiden Ausfalltage… In diesem Land ist das natürlich alles kein Problem! Das Umfeld inklusive den Vermieter Jostein ist vom Feinsten. Er liest den Gästen jeden Wusch von den Lippen ab und in Sachen filetieren tut sich dieses Jahr laut seiner Aussage auch noch was… Der jetzige Filetierplatz ist einfach Sch… Wir freuen uns aufs nächste mal!

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